Diese Krankenkassen-Modelle gibt es

HMO, Hausarzt, Telmed. Welches Modell ist das richtige für mich?

Das richtige Modell für sich finden

Es gibt verschiedene Krankenkassen-Modelle, mit denen Sie bei der monatlichen Prämie sparen können. Wenn Sie bereit sind, sich in der freien Arztwahl einzuschränken, können Sie in ein entsprechendes Modell wechseln.

Das Hausarzt-Modell

Im Hausarzt-Modell verzichten Sie auf die freie Arztwahl und verpflichten sich, im medizinischen Fall immer zuerst den Hausarzt aufzusuchen. Der Hausarzt überweist Sie, wenn nötig, zum Spezialisten. Ausgenommen sind Notfälle, jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen und die Kontrolle beim Augenarzt. Die Krankenkasse führt eine Liste mit allen Hausärzten. Aus dieser können Sie den Hausarzt Ihres Vertrauens aussuchen. Meistens befinden sich alle Hausärzte der Region auf dieser Liste. Wenige Krankenkassen ermöglichen es, aus allen Allgemeinärzten, Internisten und Kinderärzten in der Region auszuwählen. Das Hausarzt-Modell ist mittlerweile sehr beliebt, weil die Patienten-Informationen immer an einer Stelle gebündelt sind. Es kommt nicht zu unnötigen Behandlungen und die Überweisungen in Spitäler und Spezialisten sind so viel besser koordiniert. Die Prämienersparnis beträgt bis zu 20 Prozent.

Das HMO und Telemed-Modell

Beim Krankenkassen-Modell HMO verpflichten Sie sich, immer zuerst das von der Krankenkasse vorgeschlagene Gesundheitszentrum aufzusuchen. In einem Gesundheitszentrum befinden sich Allgemeinärzte, Therapeuten, Physiotherapeuten, Ernährungsberater und zum Teil auch Gynäkologen. Ein HMO-Arzt erhält von der Krankenkasse eine monatliche Pauschale für seine Leistungen. Hierzu gehören Besuche bei externen Spezialisten wie auch Spitalaufenthalte. Der Anreiz für weitere Leistungen wird daher eingeschränkt. In Notfällen wenden Sie sich immer zuerst an Ihren HMO-Arzt. Ist dieser nicht erreichbar oder Sie befinden sich nicht an Ihrem Wohnort, sollten Sie sich umgehend zum Notfallarzt begeben. Nach der Behandlung wenden Sie sich wieder an Ihren HMO-Arzt und besprechen das weitere Vorgehen. Die Prämienersparnis beträgt hierbei bis zu 25 Prozent. Die telefonische Gesundheitsberatung erfreut sich immer grösserer Beliebtheit in der Schweiz. Bei einem neu auftretenden Gesundheitsproblem wenden Sie sich vor dem Arztbesuch an eine telefonische Beratungsstelle. Von medizinischen Fachpersonen erhalten Sie kompetente Beratung. Bei Bedarf können diese Sie auch überweisen. Bei diesen Modellen sind Notfälle, gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen und die Kontrolle beim Augenarzt ausgenommen.

Wie geht man generell vor wenn man noch keinen Hausarzt hat?

Niedrigere Prämien dank Hausarzt-Modell

Das Krankenkassen-Modell Hausarzt ist eine von vielen Möglichkeiten, bei der monatlichen Prämie Geld zu sparen. Die Versicherten schränken Ihre Arztwahl damit ein wenig ein. Das Modell bietet jedoch eine gute medizinische Versorgung und ist effizient. Daher erfreut es sich auch grosser Beliebtheit.

Was ist das Krankenkassen-Modell Hausarzt?

Mit dem neuen Krankenversicherungsgesetz im Jahr 1996 ergriffen verschiedene Krankenversicherer die Initiative. Das Hausarzt-Modell gibt es in der Schweiz seit 1990. Die Krankenkassen erstellen eine Liste mit Ärzten, die zum Hausarztmodell gehören. Aus dieser Liste kann man einen Hausarzt seines Vertrauens auswählen. Es gibt auch Krankenkassen, die es ermöglichen, aus allen Allgemeinärzten, Internisten und Kinderärzten im Einzugsgebiet auszuwählen. Sie verpflichten sich somit, in jedem medizinischen Fall zuerst den Hausarzt aufzusuchen. Der Hausarzt überweist Sie bei Bedarf zum Spezialisten. In Notfällen können Sie einen anderen Allgemeinmediziner aufsuchen, wenn der Hausarzt zu weit entfernt oder abwesenheitshalber nicht erreichbar ist. Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen wie auch die Untersuchung beim Augenarzt sind ausgenommen von der Hausarztpflicht.

Vorteile beim Krankenkassen-Modell Hausarzt

Dadurch, dass der Arzt und die Patienten eng zusammenarbeiten, kommt es für Sie nicht zu unnötigen Behandlungen. Überweisungen an Spitäler oder Spezialisten sind besser koordiniert und kommen aus einer Hand. Der Hausarzt verfügt über alle Informationen. Bei Mehrfacherkrankungen profitieren Sie von einer umfassenden Betreuung. Wichtig ist auch ein gesundes Vertrauensverhältnis zu Ihrem Arzt. So können Sie, was Ihre Therapie betrifft, selbst auch Anregungen einbringen, die zu einer Förderung der Gesundheit beitragen. Ein weiterer Vorteil des Hausarzt-Modells sind die Transparenz der Kosten und die Qualität der Behandlung. Die Versicherten können beim Abschluss des Krankenkassen-Modells Hausarzt 5 bis 20 Prozent Prämie bei der Grundversicherung einsparen. Immer mehr Versicherte entscheiden sich für ein Hausarzt-Modell, da die Prämien beim Standard-Modell fast jedes Jahr teurer werden. Die Leistungen in der Grundversicherung müssen laut Gesetzgeber gleich sein.

Was muss ich machen, wenn ich den Hausarzt wechsle?

Hausarzt-Wechsel bei der Krankenkasse: So geht’s

Bitten Sie Ihren Hausarzt um eine Überweisung an einen Arzt Ihrer Wahl, damit Sie ihn kennenlernen können. Zudem können Sie Ihre Krankenkasse nach Hausärzten aus der Region fragen. Diese geben keine Empfehlungen, können Ihnen aber eine Liste aushändigen. Darauf finden Sie Ärzte in Ihrem Kanton oder Wohnbereich.

Informieren Sie sich, bevor Sie bei der Krankenkasse den Hausarzt wechseln

Fragen Sie nach, ob die vorgesehene Arztpraxis auf der Grundversorgerliste Ihrer Versicherung steht. Wichtig ist es auch zu erfahren, ob der von Ihnen bevorzugte Arzt neue Patienten aufnimmt. Ein weiteres Kriterium kann die Erreichbarkeit sein. Schliesslich sollten Sie gut zur Praxis gelangen können. Überlegen Sie, ob alternative Behandlungen für Sie von Bedeutung sind. Ihre individuelle Situation ist bei der Wahl immer zu berücksichtigen. Machen Sie sich am besten eine Liste mit Punkten, die Ihnen wichtig sind. Ihre Zufriedenheit wird sich auf Ihr Wohlergehen auswirken. Bedenken Sie, dass Sie in der Grundversicherung gleiche Leistungen bekommen. Das hat der Gesetzgeber geregelt. Damit ist die Wahl des Hausarztes eine persönliche Entscheidung.

So gehen Sie vor, wenn Sie bei der Krankenkasse Ihren Hausarzt wechseln wollen

Informieren Sie zuerst Ihre Kasse über Ihren Wechsel. Beachten Sie dabei allfällige Bedingungen Ihrer Kasse. Lesen Sie dazu die Versicherungsbedingungen. Bitten Sie Ihren jetzigen Arzt um die Weitergabe der Originalakten an den neuen Hausarzt. Klären Sie am besten wichtige Fragen vor der ersten Behandlung und informieren Sie ebenfalls vorher Ihre Krankenkasse. Das Hausarzt-Modell basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Ihr Hausarzt steht Ihnen in Gesundheitsfragen sehr nahe, vielleicht näher als jede andere Person. Daher sollten Sie ein gutes Gefühl haben. Entscheiden Sie gründlich, fragen Sie andere, Ihnen bekannte Patienten nach deren Empfindung. Erst dann treffen Sie Ihre Wahl. Wenn Sie mit Ihrem Hausarzt besonders zufrieden sind, können Sie sich erkundigen, ob Ihre Kasse ein spezielles Hausarzt-Modell anbietet. Damit könnten Sie bares Geld sparen.

Was wenn mein Hausarzt pensioniert wird?

So hilft Ihnen die Krankenkasse bei der Suche nach einem neuen Hausarzt

Denken Sie früh genug daran, einen Hausarzt zu suchen. Besonders bei einem Umzug hat man meistens andere Dinge im Kopf. Dabei ist es wichtig, vorzusorgen.

Sind Sie in einem Hausarztmodell, suchen Sie am besten über die Krankenkasse einen neuen Arzt. Im Besonderen, wenn Sie in einen anderen Kanton ziehen, ist es sinnvoll, sich direkt an die Krankenkasse zu wenden. Sie wird Ihnen eine Liste zur Verfügung stellen, mit allen Ärzten, die im Hausarztmodell sind und die an Ihrem Wohnort oder in der Gemeinde ihre Praxis haben. Die Tatsache, dass es nicht genügend Hausärzte gibt, macht die Lage zur Zeit ziemlich prekär. Das betrifft vor allem ländliche Gegenden. Deshalb macht es Sinn, sich über die Krankenkasse einen neuen Arzt zu suchen. Eine gute Lösung ist sicher, sich an eine Gruppenpraxis zu wenden – da gibt es meistens noch Kapazitäten. Diese findet man allerdings eher in grösseren Ortschaften oder Städten. Das heisst, man muss eventuell einen längeren Weg in Kauf nehmen.

Das können Sie tun, wenn Ihre Hausarzt-Praxis schliesst

Wenn Ihre Hausarzt-Praxis schliesst, lässt der Hausarzt in der Regel seine Patienten nicht im Stich. Er versucht, seine Patienten bei einem Kollegen unterzubringen. Hier gilt auch beim Hausarztmodell: Klären Sie mit der Krankenkasse ab, ob sich der vorgeschlagene neue Arzt auf der Liste befindet. Wenn ja, dann steht der Überweisung nichts mehr im Weg. Lassen Sie den Wechsel von der Krankenkasse registrieren. Den meisten Krankenkassen reicht ein Telefongespräch, um den Wechsel direkt im Computer zu ändern. Verlangen Sie eine Bestätigung, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Andere Krankenkassen schicken ein Formular, welches Sie ausgefüllt zurückschicken. Oft können Sie die Daten auch online auf der Seite Ihrer Krankenkasse eingeben. Nehmen Sie für bestimmte Angaben Ihren Versicherungsausweis zur Hand. Finden Sie nach mehreren Anläufen keinen Hausarzt, wenden Sie sich an die Ärztegesellschaft Ihres Wohnkantons und teilen Sie Ihre Situation dem Kantonsarzt mit.

Muss der Hausarzt im gleichen Kanton oder gleicher Gemeinde sein, in der die Krankenkassenprämie bezahlt wird, z.B. beim Umzug?

Sie haben die Wahl: Welche Krankenkasse und welcher Hausarzt?

Das wertvolle Gut Gesundheit erhalten oder wieder herzustellen, beginnt mit der Wahl: «Welche Krankenkasse – welcher Hausarzt?» Beachten Sie dabei verschiedene Aspekte, Vor- und Nachteile sowie die Versicherungsbestimmungen der einzelnen Krankenkassen. Auch das Sparpotenzial sollten Sie nicht ausser Acht lassen.

Das erleichtert Ihnen die Wahl des Vertrauensarztes

In der Grundversicherung müssen die Leistungen gleich sein. Das schreibt der Gesetzgeber vor. Somit beschränken Sie sich beim Hausarztmodell lediglich auf die zugelassenen Hausärzte der jeweiligen Krankenkasse. Sie verpflichten sich gegenüber Ihrem Arzt, seine empfohlenen Massnahmen zur Förderung der Gesundheit zu unterstützen. Deshalb ist es wichtig, vorrangig die Wahl Ihres Hausarztes abzuwägen. Welcher Hausarzt für Sie geeignet ist, wird durch eine Vielzahl verschiedener Punkte beeinflusst. Ihr Vertrauen zu Ihrem Arzt und seinen Fähigkeiten spielt dabei eine zentrale Rolle. Nehmen Sie sich Zeit für den Vergleich der Ärzte. Informieren Sie sich und lassen Sie unter anderem den Praxisstandort, die Erreichbarkeit, medizinische Aus- und Weiterbildungen sowie Erfahrungsberichte anderer Patienten in Ihre Wahl mit einfliessen. Auch Spitäler können Ihnen bei der Suche Unterstützung anbieten. Meist verfügen diese über eine Liste von neuen Arztpraxen, die fachlich im Gesundheitswesen auf dem neuesten Stand sind. Des Weiteren kann eine Checkliste mit den eigenen Erwartungen helfen.

So handeln Sie bei Umzug oder Hausarztwechsel

Ein Arztwechsel ist an die jeweiligen Versicherungsbedingungen der eigenen Krankenkasse gebunden. Lesen Sie dazu unbedingt die Versicherungsbedingungen. Bei Unzufriedenheit mit Ihrem Arzt können Sie unter Einhaltung der gegebenen Fristen einen Wechsel in Erwägung ziehen. Denn auch beim Umzug in einen anderen Ort könnte ein Arztwechsel von Vorteil sein. Zum Beispiel, wenn sich der Zugang zur medizinischen Versorgung abhängig vom Wohnort erschwert. In einem solchen Fall ist es Ihnen gestattet, einen neuen Arzt aus der Liste zu wählen. Bei einem Wohnortswechsel sind Sie nicht verpflichtet, einen neuen Arzt anzugeben. Sie dürfen weiterhin den Arzt Ihres Vertrauens konsultieren. In jedem Fall unterstehen Sie aber der Meldepflicht. Daher ist ein Arztwechsel Ihrem Hausarzt und der Krankenkasse mitzuteilen.